Nicht nur für regelmäßige Gesundheitskontrollen und Prophylaxemaßnahmen, sondern vor allem auch im Notfall ist es wichtig, dass Ihr Haustier die Tierarztpraxis nicht scheut und sich vertrauensvoll untersuchen und behandeln lässt. Nicht wenige Hunde und Katzen zeigen jedoch große Unsicherheit oder gar Angst, wenn es zum Tierarzt geht. Das kann verschiedene Ursachen haben, zum Beispiel schlechte beziehungsweise schmerzhafte Erfahrungen in der Vergangenheit. Auch die Auslöser vor Ort können je nach Tier unterschiedlich sein, Geräusche, Gerüche etc. oder eine Kombination verschiedener Faktoren.

In der Kleintierpraxis Laimer Tierliebe hilft Tierärztin Marjolaine Godin Tieren und ihren Haltern dabei, den Weg zu einem stressfreien Praxisbesuch zu finden. Dafür bietet sie sogenannte Kennenlerntreffen ohne Untersuchungen an, bei denen Hund oder Katze sich an die Umgebung und das Praxisteam gewöhnen kann. Die empathische Tierärztin achtet dabei auf eine ruhige Stimme, vermeidet hektische Bewegungen, arbeitet mit Leckerlis und nimmt sich in erster Linie viel Zeit. Und sie gibt den Tierhaltern wichtige Tipps, wie auch sie ihr Tier unterstützen können. Hier einige Beispiele:

 

  • Gewöhnen Sie Ihr Haustier so früh wie möglich an Tierarztbesuche, am besten schon im Welpenalter.
  • Spielen Sie zuhause „Tierarzt“, indem sie typische Situation in der Praxis simulieren. Setzen Sie das Tier beispielsweise auf eine glatte Oberfläche, betasten Sie den Körper und so weiter – Belohnung nicht vergessen!
  • Kommen Sie ggf. zunächst möglichst früh am Tag in die Praxis, wenn sich noch nicht so viele verschiedene Gerüche in den Räumlichkeiten gesammelt haben.
  • Identifizieren Sie Stressmomente und belegen Sie sie mit positiven Erfahrungen. Sind Hund oder Katze schon vor dem Eingang nervös, halten Sie dort immer wieder inne und machen mit dem Tier zunächst etwas, das ihm Freude bereitet.
  • Hinterfragen Sie, ob Sie selbst dem Tierarzt vertrauen. Denn wenn Sie es nicht tun und deshalb innerlich angespannt sind, überträgt sich das auf Ihr Haustier. Dann sollten Sie die Tierarztpraxis besser wechseln.